Bericht des Präsidenten

Als Präsident der Regiomech freut es mich sehr, dass wir im vergangenen Jahr einmal mehr gut unterwegs waren und auch 2020 bestens gestartet sind.

Das ist der Verdienst von vielen. Aber allen voran gebührt mein grosser Dank natürlich den Mitarbeitenden der Regiomech, die Tag für Tag mit Herzblut bei der Sache sind!

 

Einen wichtigen Beitrag leisten auch die Verwaltungsmitglieder und die übrigen Genossenschafter, denen ich für ihre Arbeit bestens danke. Speziell erwähnen möchte ich an dieser Stelle die Arbeit meines Geschäftsführers Ignaz Moser; es ist nämlich sein zweitletztes «ordentliches» Geschäftsjahr. Im 2021 steht seine wohlverdiente Pensionierung an, und wir starten 2020 die Rekrutierung seiner Nachfolge. Ich bin gespannt, wer seine Arbeit 2021 fortsetzen wird.

 

Last but not least möchte ich mich auch bei unseren auftraggebenden Behörden für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. Es sind dies die Sozialdienste der Einwohnergemeinden, das Amt für soziale Sicherheit, das Amt für Wirtschaft und Arbeit und die IV-Stelle des Kantons Solothurn. Wir können unsere Aufgabe als Gemeindewerk nur dann nachhaltig und existenzsichernd wahrnehmen, wenn wir die erforderlichen Zuweisungen der Klienten aus der Region erhalten.

 

Auf eine gute Fortsetzung 2020!
Roger Siegenthaler

Bericht des Geschäftsführers

Nicht nur, aber insbesondere dank der qualifizierten und lösungsorientierten Arbeit der Mitarbeitenden der Regiomech konnten im Berichtsjahr 2019 insgesamt 269 Personen der Sozialhilfe, der Arbeitslosen- und der Invalidenversicherung in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Der andere Grund für die sehr gute Vermittlungsquote, die zwischen 64% für Personen der Arbeitslosenversicherung und 92% für Teilnehmende des Jugendprogrammes – dieses vermittelt junge Erwachsene nach einem Vorbereitungsjahr primär in eine Lehrstelle – liegt, ist der hohen und ungebrochenen Nachfrage des Arbeitsmarktes nach unqualifizierten Arbeitskräften zu verdanken. Die Regiomech hat mit ihren vielseitigen Ausbildungsangeboten und Qualifizierungsprogrammen somit ihre Hauptaufgabe, Personen der drei genannten Sozialversicherungen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, sehr erfolgreich erfüllt.

 

Während trotz florierender Wirtschaft die Zahl der zugewiesenen Stellensuchenden insbesondere der Arbeitslosenversicherung, der IV und der Regelsozialhilfe stabil bleibt, so sind im Bereich der Asylsozialhilfe Änderungen eingetreten. Was im letztjährigen Bericht des Geschäftsführers als mögliche Konsequenz der Reorganisation des Asylwesens auf Bundesebene, zusammen mit der inzwischen erfolgten Eröffnung eines Bundeszentrums in Deitingen resp. Flumenthal, erwähnt wurde, ist dann eingetreten. Einhergehend mit einem deutlichen Rückgang der Asylgesuche auf nationaler Ebene haben die Zuweisungen von Personen der Asylsozialhilfe in den Kanton Solothurn und in letzter Konsequenz auch in die Regiomech in der zweiten Jahreshälfte 2019 deutlich abgenommen. Dieser doch markante Einbruch der Bestandeszahlen in der Asylsozialhilfe stellt die Regiomech vor neue Herausforderungen. Eine Änderung der bestehenden Strukturen ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht vorgesehen; vorerst werden die weiteren Entwicklungen beobachtet.

 

Neue Herausforderungen werden in den kommenden Jahren auch in anderem Zusammenhang auf die Regiomech zukommen: Der Regierungsratsbeschluss vom 18. Dezember 2018 zur Umsetzung der Integrationsagenda Schweiz mit der Entwicklung eines so genannten ‚Integralen Integrationsmodells‘ (RRB 2018/2026) wird die Landschaft der Angebote zur sozialen und beruflichen Integration (Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Bildungsangebote sowie anderes mehr) vor allem von Personen der Sozialhilfe, mehrheitlich mit Migrationshintergrund, jedoch statusunabhängig, im ganzen Kanton grundlegend umkrempeln und auch zu neuen Zuständigkeiten führen. Was davon wie umgesetzt und auch finanziert werden kann und in welchem Masse dies die Regiomech trifft, sind noch offene Fragen.

 

Ich danke allen ganz herzlich, die zum Erfolg der Regiomech beitragen und an den künftigen Herausforderungen mitwirken, den Mitarbeitenden vor allem, aber auch der Trägerschaft, den Auftraggebern sowie weiteren involvierten Personen und Ämtern.

 

Ignaz Moser

Bühnenbild für die Operette «Grüezi», Bühne Burgäschi

Seit 10 Jahren begeistert die Bühne Burgäschi das Publikum im Zweijahresrhythmus mit der Aufführung einer Operette am idyllischen Burgäschisee. Im Juni 2019 feierte die Operette «Grüezi» von Robert Stolz einen grossen Erfolg – sicherlich auch ein bisschen dank dem schönen, von Regiomech produzierten Bühnenbild. Mit einem 35-köpfigen Orchester und einem Chor haben die Solistinnen und Solisten unter der musikalischen Leitung von Reimar Walthert das Publikum auf eine unterhaltsame musikalische Zeitreise in die 1930er Jahre entführt.

 

Bereits zum dritten Mal durfte Regiomech Teil dieses frühsommerlichen Musikerlebnisses im Wasseramt sein. Zusammen mit der Regisseurin Melanie Gehrig Walthert kreierte Regiomech ein aufwändiges Bühnenbild, mit welchem sich der Burgäschisee für die Dauer der Aufführung in einen idyllischen Alpenkurort verwandelte und zahlreiche Operetten-Liebhaberinnen und -Liebhaber begeisterte. Mit unterschiedlichen kleinen und grösseren Objekten aus Holz wie einer Strassenampel, einem Wachhaus, einem Alpen-Kiosk, einer Lokomotive und sogar einem Doppeldeckerflugzeug gelang es Regiomech, die authentische Atmosphäre eines Kurortes der 30er Jahre in den Schweizer Alpen zu erschaffen.

 

Für die Holzwerkstatt der Regiomech stellt die Kreation und Produktion des Bühnenbildes jeweils eine mit Spannung erwartete Herausforderung dar. Regiomech ist von Beginn an bei der Entstehung der Operetten-Kulisse mit dabei: Als erstes werden zusammen mit der Regisseurin Ideen für das Bühnenbild besprochen und die einzelnen Bestandteile definiert. In einem nächsten Schritt werden die Baupläne der einzelnen Objekte anhand von Bildern erstellt. Die grösste Schwierigkeit dabei ist es, die Objekte in der richtigen Grösse zu konzipieren. Insbesondere ist die Distanz des Publikums zur Bühne zu berücksichtigen, damit die Bestandteile des Bühnenbildes die richtige Dimension und korrekten Grössenverhältnisse aufweisen. Stehen die Baupläne bereit und ist das entsprechende Material geliefert, beginnt die effektive Produktion der einzelnen Elemente der Kulisse. Die gesamte Belegschaft der Regiomech Holzwerkstatt misst, sägt, schleift, schraubt und malt mit grosser Sorgfalt und viel Herzblut, bis die unzähligen Einzelteile das tatsächliche Bühnenbild ergeben. Für das gesamte Team der Holzwerkstatt gibt es keine grössere Befriedigung als zu erleben, wie aus einer abstrakten Idee ein fertiges Produkt entsteht, welches die zahlreichen Operetten-Besucherinnen und Besucher am Burgäschisee immer wieder aufs Neue begeistert.

 

Mehr zur Bühne Burgäschi

Team Sauber für den Busbetrieb Solothurn und Umgebung (BSU)

Seit 1993 unterstützt Regiomech Stellensuchende und weitere Personen mit vielseitigen Ausbildungsangeboten und Qualifizierungsprogrammen, immer mit dem Ziel, diese erfolgreich in die Arbeitswelt zu integrieren.

 

Ausgehend von einem Postulat der CVP/GLP-Fraktion der Stadt Solothurn vom 18. März 2018, welches eine Abklärung zusammen mit dem Busbetrieb Solothurn und Umgebung BSU für einen Einsatz von Sozialhilfebeziehenden im Rahmen eines Arbeitsintegrationsprojektes nach dem Vorbild des Projektes «Team Sauber» in Bern verlangte, hat Regiomech zusammen mit dem BSU das Integrationsprojekt «Team Sauber für den BSU» ins Leben gerufen. Dieses richtet sich an erwerbslose, nicht stempelberechtigte Migrantinnen und Migranten. Neben unterschiedlichen Hürden des Alltags wie kulturelle, soziale und sprachliche Herausforderungen, welche Migrantinnen und Migranten in einem fremden Land zu meistern haben, stellt das Finden einer geeigneten Arbeitsstelle eine weitere Schwierigkeit dar.

 

Hier unterstützt das im Februar 2019 lancierte Arbeitsintegrationsprojekt «Team Sauber für den BSU», welches insbesondere die Sozial-, Fach-, Selbst- und Methodenkompetenzen der teilnehmenden Migrantinnen und Migranten fördert und unterstützt, immer mit dem Ziel einer langfristigen Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder der Ermöglichung einer höheren Ausbildung. Ausgewählte Teilnehmende erhalten während der Dauer von maximal 6 Monaten einerseits einen Einblick in die Arbeitswelt, andererseits wird ihnen dank unterschiedlichen Unterrichtssequenzen Wissen vermittelt. Grosser Wert wird dabei vor allem auf ein individuelles Bewerbungstraining und die Unterstützung bei der Erstellung eines Bewerbungsdossiers durch die Jobcoaches der Regiomech gelegt.

 

Wertvolle praktische Berufserfahrungen sammeln die Teilnehmenden des Projekts bei der Reinigung der Bushaltestellen des BSU-Netzes. Jeweils in 2er- oder 3er-Teams sind sie täglich während rund 4 Stunden unterwegs und führen unterschiedliche Aussenreinigungen aus. Wichtig sind dabei jeweils die gegenseitige Wertschätzung und ein respektvoller Umgang.

 

Das Projekt wurde im Dezember 2019 in Zusammenarbeit mit dem BSU evaluiert. Sowohl die Rückmeldungen der Teilnehmenden als auch die des BSU waren durchwegs positiv. Aufgrund des guten Evaluationsergebnisses hat Regiomech entschieden, das Integrationsprojekt auch 2020 weiterzuführen und so weiterhin ein Stück zur Sauberkeit des BSU-Netzes beizutragen und den Teilnehmenden einen Einblick in die Arbeitswelt zu ermöglichen.

 

Mehr zum BSU

Statistik der zugewiesenen Stellensuchenden 2016–2018


Bilanz per 31. Dezember 2019


Erfolgsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019


Anhang zur Jahresrechnung 2019

Bericht der Revisionsstelle


Budget 2020


Investitionen 2020


Organe der Genossenschaft Regiomech

Stand 31.12.2019

 

Genossenschafter

Kurt Fluri

Beat Gattlen

Philipp Heri

Alex Nussbaumer

Stefan Schluep

Roger Siegenthaler

 

Verwaltung

Roger Siegenthaler Präsident

Kurt Fluri Vizepräsident

Alex Nussbaumer Mitglied

Stefan Schluep Mitglied

 

Ignaz Moser Geschäftsführer (Protokoll)

 

Verwaltungsausschuss

Roger Siegenthaler Präsident

Kurt Fluri Vizepräsident

 

Revisionsstelle

GSW Treuhand AG, Solothurn

 

Regiomech

Ignaz Moser, Geschäftsführer

Brigitte Rohrbach, Leiterin Dienstleistungen

Marlen Rütschi, Leiterin Zentrale Dienste

Franziska Schönauer, Leiterin Sozialhilfeprogramme

Beat Schütz, Leiter Logistik

Dominic von Roll, Leiter BOA

vakant, Leiter/-in Industrie

 

Total Mitarbeitende 61
davon Auszubildende und Praktikanten 7